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Abnehmen & Diäten für eine scharfe Figur |
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Der Mythos Fatburner trifft den Traum der Abnehmwilligen mitten im Kern |
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Fatburner MythosFatburner haben den Ruf, die körpereigene Fettverbrennung anzukurbeln. Diverse einseitige Crash-Diäten machen sich diesen Mythos zunutze. Hersteller preisen ihre Produkte mit Versprechen von purzelnden Pfunden in extrem kurzen Zeiträumen an. Bücher und Zeitschriften sind gefüllt mit Artikeln, die Tipps zum einfachen und schnellen Abnehmen mit Fatburner geben. Das Hauptaugenmerk des Fatburner Mythos ist darauf gerichtet, den gewohnten Lebenswandel während der Diät beibehalten zu können, bzw. nach der Diät wieder aufnehmen zu können. Abnehmen durch die Einnahme von Pülverchen, Kapseln, Suppen oder Getränken und dabei völlig unabhängig von sportlicher Betätigung und Ernährungsgewohnheiten zu sein, das ist ein Traum, den zu viele Menschen hegen. Die Wunschfigur scheint greifbar nah und für jeden in einem relativ kurzen Zeitraum erreichbar zu sein: zur Traumfigur in nur 14 Tagen... Mit radikalen Crash-Diäten scheint das tatsächlich auch zu funktionieren - nur folgt dieser einseitigen und meist sehr ungesunden kurzfristigen Ernährungsumstellung der JoJo Effekt auf dem Fuße. Damit ist der Weg zurück zur Alp-Traumfigur in teilweise sogar weniger als 14 Tagen vorprogrammiert. Etwas anders sieht es bei den Fatburner Produkten aus. Durch die Aufnahme synthetisch hergestellter Fatburner soll die Fettverbrennung viel schneller und effektiver ablaufen. Die Fettpölsterchen sollen damit wie von selbst schwinden und das lästige Kalorienzählen soll entfallen. Einfach weiter essen und bewegen wie bisher, das Abnehmen sollen die Fatburner ganz allein übernehmen. So bequem und verlockend diese und ähnliche Versprechen auch klingen, effektiv sind die Diät-Wunder in Kapselform als Fatburner nicht. Eine wissenschaftliche Basis, die ihre Wirksamkeit bestätigt, gibt es nicht. Zu den häufig vertriebenen Fatburner zählen verschiedene Enzyme, die zum Beispiel aus der Ananas gewonnen werden, L-Carnitin, Koffein oder Vitamine. So genannte Ananas- oder Enzym-Diäten sollen den Eiweißabbau unterstützen und Fette gezielt verbrennen. Ähnliche Fatburner-Wunder-Enzyme sollen auch in anderen Früchten wie Papayas und Kiwis vorhanden sein. Unbestritten können Enzyme positive Wirkungen auf den Organismus haben. Als Fatburner sind sie jedoch gänzlich ungeeignet. Enzyme bestehen aus Proteinen, die im Magen durch die Magensäure gespalten und zersetzt werden und somit dem Körper nicht intakt zur Verfügung stehen. Wissenschaftlich konnten den Enzymen keinerlei Fatburner Wirkungen nachgewiesen werden. Dabei ist es unerheblich, in welcher Form die Enzyme aufgenommen werden, ob tatsächlich die betreffende Frucht verzehrt oder aber Enzyme in Kapselform eingenommen werden. Die bekannte Ananas-Diät, bei der ausschließlich nur Ananas verzehrt wird, stellt dazu eine sehr einseitige Ernährungsform dar, bei der die ausreichende Nährstoffversorgung des Körpers nicht gewährleistet ist. L-Carnitin ist eine vom Körper selbst hergestellte Substanz, die im Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Sie ist am Fettsäuretransport im menschlichen Organismus beteiligt. Jedoch wird kein erhöhter Fettabbau und keine erhöhte Fettverbrennung allein durch die vermehrte Zufuhr von L-Carnitin erlangt. Lediglich in Verbindung mit Sport – insbesondere Ausdauersport – kann die L-Carnitin Nahrungsergänzung sinnvoll sein. In diesem Fall wird mehr Muskulatur aufgebaut, wodurch ein höherer Bedarf an L-Carnitin entsteht. Da L-Carnitin mit der Nahrung aufgenommen und vom Körper selbst produziert wird, herrscht vor allem bei Nicht-Sportlern selten ein Mangelzustand. Durch eine erhöhte Zufuhr steigt die Carnitin-Konzentration im Muskelgewebe nicht an, da der Körper schlichtweg nur eine gewisse Menge benötigt. Überschüssiges Carnitin wird wieder ausgeschieden. Eine wissenschaftliche Grundlage fehlt also auch diesem angeblichen Fatburner Wunder. Die Zufuhr von Grünem Tee, Koffein oder diversen Vitaminen erzielt alleine zwar keine erhöhte Fettverbrennung, schadet dem Körper aber auch nicht, wenn ein gewisser Rahmen eingehalten wird. Die Bezeichnung Fatburner ist also auch hier Fehl am Platz. Auch wenn für viele Abnehmwillige damit ein Traum zerplatzt, für eine dauerhafte Gewichtsreduzierung muss das Gewohnheitstier Mensch wohl oder übel seine Lebensweise ändern. Nur eine Änderung der Ess- und Trinkgewohnheiten sowie des Bewegungsverhaltens führt auf gesundem Wege zum dauerhaften Erfolg. Eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige körperliche Betätigung lassen die Wunschfigur Schritt für Schritt näher rücken. Die Devise lautet also: Runter vom Sofa und ran an den Speck. Der Sport hat als einziger die Bezeichnung Fatburner zurecht inne. Ansonsten ist und bleibt die Wunderwaffe Fatburner ein Traum der Menschheit, ein Mythos ohne jegliche wissenschaftliche Basis.
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